Digitales Produkt erstellen: Das richtige Thema finden

Du möchtest ein digitales Produkt erstellen und fragst dich, mit welchem Thema du starten sollst? Die Welt der digitalen Produkte bietet schier unbegrenzte Möglichkeiten – E-Books, Online-Kurse, Membership-Programme, Templates und vieles mehr. Doch genau diese Fülle an Optionen führt häufig zu Überforderung: Welches digitale Produkt passt wirklich zu deinem Business, deiner Expertise und deiner Zielgruppe?

In diesem Beitrag erfährst du, wie du erfolgreich ein digitales Produkt erstellen kannst und worauf es bei der Themenwahl wirklich ankommt.

Die Vielfalt digitaler Produkte nutzen – ohne dich zu verzetteln

Digitale Produkte sind eine fantastische Möglichkeit, dein Wissen zu monetarisieren und ortsunabhängig ein skalierbares Einkommen aufzubauen. Die Herausforderung liegt jedoch darin, aus der Vielzahl der Möglichkeiten die richtige Wahl zu treffen.

Viele Selbstständige und Unternehmer machen an dieser Stelle einen entscheidenden Fehler: Sie denken zu lange nach, verlieren den Fokus und kommen letztlich nicht ins Handeln. Oder sie folgen blind Empfehlungen anderer, ohne zu prüfen, ob diese Produkte wirklich zu ihrem individuellen Business-Setup passen.

Der bessere Weg: Orientiere dich an deinen eigenen Bedürfnissen, Stärken und Zielen. Du hast es selbst in der Hand, den Weg zu gehen, der für dich am besten funktioniert. Das gilt insbesondere für deine digitalen Produkte – du definierst Format, Thema, Umfang und Zielgruppe.

Digitales Produkt erstellen: Die Grundlagen der Themenfindung

Bevor wir zur Themenwahl kommen, lass uns über die wichtigste Grundlage sprechen: Jedes erfolgreiche Produkt löst ein konkretes Problem.

Diese simple Wahrheit wird erstaunlich oft übersehen. Stattdessen konzentrieren sich viele bei der Produktentwicklung auf die Frage: „Zu welchem Thema kann ich ein Produkt anbieten?“ Das Ergebnis sind häufig komplexe, überladene Produkte, die zwar unglaublich viel Inhalt bieten, aber kein einziges Problem wirklich lösen.

Das funktioniert nicht.

Es geht nicht nur darum, dass du deine Expertise weitergibst. Es geht darum, dass du deine Expertise im richtigen Rahmen weitergibst – in einer Form, die deinen Kunden einen echten Mehrwert bietet und ihnen hilft, ein konkretes Problem zu lösen.

Übung: Problemlösung verstehen

Um ein besseres Gefühl für das Konzept der Problemlösung zu entwickeln, mache folgende Übung: Schau dich in deiner Wohnung um und frage dich bei jedem Produkt: Welches Problem löst dieses Produkt?

  • Deine Kaffeemaschine löst das Problem „Ich möchte morgens schnell einen Kaffee“
  • Dein Schreibtischstuhl löst das Problem „Ich brauche eine ergonomische Sitzgelegenheit für langes Arbeiten“
  • Deine Projektmanagement-Software löst das Problem „Ich muss meine Aufgaben übersichtlich organisieren“

Jedes Produkt, das du kaufst, löst ein Problem in deinem Leben. Genauso sollte dein digitales Produkt ein Problem im Leben deiner Kunden lösen.

So findest du das richtige Thema für dein digitales Produkt

Nach einer fundierten Zielgruppenrecherche hast du vermutlich eine ganze Liste mit Problemen deiner Zielgruppe vor dir liegen. Doch welches Problem solltest du mit deinem ersten (oder nächsten) digitalen Produkt angehen?

Die Kraft des Leichten: Nutze deine natürlichen Stärken

Hier kommt ein Konzept ins Spiel, das vielen zunächst widersprüchlich erscheint: Konzentriere dich auf das, was dir leicht fällt.

Das, was du als selbstverständlich wahrnimmst, ist meistens genau das, worin du bereits sehr gut bist und wozu du wirklich etwas Wertvolles beitragen kannst. Doch genau diese Themen klammern wir gerne aus, weil wir uns denken:

  • „Das weiß doch jeder“
  • „Dazu gibt es schon so viel“
  • „Das ist doch nichts Besonderes“

Im Grunde steckt dahinter eine tief verwurzelte Überzeugung: Damit ich dafür Geld verlangen kann, muss es richtig schwierig und kompliziert sein.

Warum „einfach“ oft besser ist

Doch das Gegenteil ist der Fall. Was dir leicht fällt, ist genau das, was du problemlos und authentisch weitergeben kannst. Das sind die Themen, die du fundiert, praxisnah und verständlich erklären kannst – weil du sie wirklich durchdrungen hast.

Es gibt viele Menschen auf dieser Welt, die sich deine Expertise gerne „ausleihen“ würden, um die nächsten Schritte in ihrem Business oder Leben zu gehen. Nichts anderes machst du über deine digitalen Produkte: Du gibst deine Expertise weiter – zu Themen, zu denen du bereits so viel weißt, dass sie dir wie selbstverständlich vorkommen.

Es darf einfach sein. Die Herausforderungen kommen dann schon noch, wenn es um die richtige Verpackung, das passende Wording, effektives Marketing und die technische Umsetzung geht.

Die entscheidende Frage

Stelle dir jetzt diese Frage: Wenn jemand mit einem Anliegen zu dir kommt und dich um Hilfe bittet – bei welchem Thema könntest du ohne große Vorbereitung, aus dem Stegreif eine Lösung präsentieren?

Dieses Thema ist vermutlich ein hervorragender Kandidat für dein nächstes digitales Produkt.

Das richtige Format wählen, wenn du ein digitales Produkt erstellen willst

Du hast nun dein Problem identifiziert. Im nächsten Schritt wählst du das passende Format aus. Hier hast du zahlreiche Möglichkeiten, und die richtige Wahl hängt von mehreren Faktoren ab:

  1. Deine Stärken: Wie kannst du deine Expertise am besten vermitteln? Liegst du eher in der schriftlichen oder visuellen Darstellung? Bist du gut im Erklären vor der Kamera?
  2. Tiefe des Themas: Wie tiefgreifend möchtest oder musst du auf das Thema eingehen, um das Problem wirklich zu lösen?
  3. Bedürfnisse deiner Kunden: Was brauchen deine Kunden, um das Thema verstehen und umsetzen zu können?

Ein Problem – mehrere Lösungsebenen

Das Spannende: Du kannst rund um ein einziges Thema mehrere Produkte anbieten, die das Problem auf unterschiedlichen Ebenen lösen.

Beispiel für verschiedene Produktformate zum gleichen Problem:

Mini-Produkt wie ein Workbook: Deine Kunden können sofort damit arbeiten und ihr Problem kurzfristig lösen. Sie bekommen eine praktische, strukturierte Lösung zum Ausfüllen und Umsetzen. Workbooks sind ideal als Einstiegsprodukt oder Leadmagnet – sie bieten direkten Mehrwert und führen Kunden an deine Arbeitsweise heran.

Tipp: Wenn du selbst lernen möchtest, wie du effektive Workbooks erstellst, hole dir mein kostenloses Workbook zum Thema „Workbooks erstellen“. Und falls du auf der Suche nach konkreten Ideen bist: Mein „100 Ideen für Workbooks“ gibt dir sofort umsetzbare Inspirationen für dein nächstes Mini-Produkt.

Online-Kurs: Deine Kunden bekommen nicht nur Tools, sondern auch das fundierte Know-how, um das Problem dauerhaft und selbstständig zu lösen. Sie verstehen die Zusammenhänge und können das Gelernte auch auf andere Situationen übertragen.

1:1-Beratung oder Coaching: Deine Kunden bekommen nicht nur das Know-how, sondern auch eine individuell perfekte Lösung, persönliche Motivation, direktes Feedback und können spezifische Fragen stellen.

Diese abgestufte Produktpalette ermöglicht es dir, verschiedene Kundenbedürfnisse und Preispunkte abzudecken.

Die häufigsten Denkfehler bei der Produktentwicklung

Denkfehler #1: „Kompliziert = wertvoll“

Viele glauben, dass ein Produkt nur dann wertvoll ist, wenn es komplex und umfangreich ist. Doch oft ist das Gegenteil der Fall: Ein fokussiertes Produkt, das ein spezifisches Problem elegant löst, ist wertvoller als ein überladener Kurs, der alles abdecken will.

Ein Workbook beispielsweise mag auf den ersten Blick „nur“ ein PDF sein – aber wenn es strukturiert aufbereitet ist und deinen Kunden hilft, konkrete Schritte zu gehen, kann es unglaublich wertvoll sein.

Denkfehler #2: „Das weiß doch schon jeder“

Was für dich selbstverständlich ist, ist für andere oft neu und wertvoll. Unterschätze nie den Wissensvorsprung, den du in deinem Fachgebiet hast.

Denkfehler #3: „Ich muss etwas völlig Neues erfinden“

Innovation ist überschätzt. Oft ist es viel wertvoller, ein bekanntes Problem auf deine einzigartige Weise zu lösen, mit deiner persönlichen Perspektive und Methode.

Workbooks als idealer Einstieg in digitale Produkte

Workbooks sind ein hervorragendes Format für dein erstes digitales Produkt. Warum?

  • Schnell erstellbar: Im Vergleich zu einem umfangreichen Online-Kurs kannst du ein Workbook relativ zügig entwickeln
  • Geringer Einstiegspreis: Du kannst Workbooks als Leadmagnet verschenken oder zu einem niedrigen Preis anbieten
  • Sofort umsetzbar: Deine Kunden bekommen ein strukturiertes Arbeitsdokument, mit dem sie direkt loslegen können
  • Vielseitig einsetzbar: Workbooks funktionieren für nahezu jedes Thema – von Business-Planung über Selbstreflexion bis hin zu kreativen Prozessen

Wenn du noch nach Inspiration suchst, welches Workbook-Thema für dein Business passen könnte, wirf einen Blick in meine „100 Ideen für Workbooks“. Dort findest du konkrete Beispiele aus verschiedensten Branchen und Nischen.

Digitales Produkt erstellen: Praktische Schritte zur Umsetzung

  1. Sammle Probleme: Welche Fragen werden dir immer wieder gestellt? Wo hakt es bei deinen Kunden?
  2. Identifiziere deine Leichtigkeit: Was fällt dir so leicht, dass du gar nicht merkst, wie besonders es ist?
  3. Prüfe die Überschneidung: Wo überschneiden sich die Probleme deiner Zielgruppe mit deinen natürlichen Stärken?
  4. Validiere die Idee: Sprich mit potenziellen Kunden über das Problem. Ist es wirklich dringend genug, dass sie dafür bezahlen würden?
  5. Wähle das Format: Entscheide basierend auf dem Problem und deinen Stärken, welches Format am besten passt. Ein Workbook ist oft der perfekte Start, um erste Erfahrungen zu sammeln.

Fazit: Einfachheit ist eine Stärke, keine Schwäche

Denke bei all dem nicht zu kompliziert. Deine Aufgabe ist es, ein Produkt zu entwickeln, das ein konkretes Problem löst. Da du dich bereits lange mit deinem Thema auseinandersetzt und viel Erfahrung mitbringst, kann es durchaus sein, dass dir das Thema und die Produkterstellung sehr leicht fallen.

Das darf so sein. Es sollte sogar so sein.

Wenn du nur eine einzige Sache aus diesem Artikel mitnimmst, dann diese: Es darf einfach sein.

Die besten digitalen Produkte entstehen oft dort, wo Expertise auf natürliche Leichtigkeit trifft. Nutze das zu deinem Vorteil und entwickle Produkte, die nicht nur deine Kunden weiterbringen, sondern die auch dir Freude bereiten – weil du über Themen sprichst, die dir am Herzen liegen und bei denen du wirklich helfen kannst.

Bist du bereit, dein erstes oder nächstes digitales Produkt zu entwickeln? Dann starte genau dort, wo es dir am leichtesten fällt. Und wenn du mit einem Workbook beginnen möchtest, hole dir jetzt mein kostenloses Workbook zum Thema „Workbooks erstellen“ und leg direkt los. Der Rest kommt dann von alleine.